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Die Dolomiten

Dolomiten – UNESCO

Dolomiten – UNESCO

Weltnaturerbe

 

Am 26. Juni 2009 wurden die Dolomiten in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen! Die Nachricht hat sich innerhalb kurzer Zeit in der ganzen Welt verbreitet und hat nicht nur die Schönheit und Einzigartigkeit der Landschaft, sondern auch ihre lange verkannte geologische und geomorphologische Bedeutung bekannt gemacht.

Tre Cime di Lavaredo 

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. waren Wissenschaftler, Geografen, Geologen, Alpinisten und Adlige die einzigen Besucher der Dolomitenregion. Sie genossen nicht nur die Landschaft, welche heute „zu den schönsten Berglandschaften der Welt“ gehört, sondern betrieben auch wissenschaftliche Forschung. Einige Studien aus dieser Zeit sind noch heute von großer Bedeutung für die Aufwertung dieser Berge, die wir alle bestaunen.

 

In der Zwischenzeit sind die Dolomiten zu einem sehr beliebten Reiseziel geworden. Dazu beigetragen hat auch die Aufnahme von neun Dolomitengebieten in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO. Diese Gebiete sind nicht direkt aneinander angrenzend, werden aber als eine einzige, einheitliche Gegend angesehen. Wer es nicht wissen sollte: Die Liste der UNESCO enthält Orte auf der ganzen Welt, die sich durch Einzigartigkeit auszeichnen. Diese Naturschönheiten haben etwas Mystisches an sich, das die Fantasie anregt, und sie als Reiseziel so interessant macht.

 

Silouette DolomitiMan darf nicht den Einsatz vergessen, der geleistet wurde, um diese Anerkennung von Seiten der UNESCO zu erhalten. Dieser Einsatz hat sich über mehrere Jahre hinweg verteilt und wurde von den Verwaltungsstrukturen der jeweiligen Provinzen unterstützt – die Provinz Belluno in der Region Venetien, die Provinzen Pordenone und Udine in der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und die autonomen Provinzen Bozen und Trient. Weiter leisteten Experten und Wissenschaftler aus dem Bereich der Geologie und Landschaftsforschung ihren Beitrag.

 

Dass die Dolomiten in der Liste des Weltnaturerbes aufscheinen, ist eine außerordentliche Anerkennung, die aber auch mehr Verantwortung und Arbeit bedeutet, denn die prächtige Alpenregion muss geschützt und nachhaltig entwickelt werden.

 

Diese bedeutende Anerkennung sollte auch dazu beitragen, dass sich Tourismus und Wirtschaft in einem einigermaßen ausgeglichenen, gemäßigten Rhythmus entwickeln. Die örtliche Verwaltung gibt ihr Bestes, um dieses „Weltnaturerbe“ zu schützen, aufzuwerten und zu fördern, gemäß der Werte, aufgrund derer es in die Liste aufgenommen wurde. Dieser Einsatz ist eine Voraussetzung dafür, dass die Anerkennung auf lange Tofana de RozesSicht erhalten bleibt.

 

Ein gleichermaßen erstrebenswertes Ergebnis der UNESCO-Anerkennung wäre, wenn ein Qualitätssprung im Tourismus eingeleitet werden würde, das heißt wenn die Dolomiten nicht mehr nur als Ort der Erholung und des Vergnügens, sondern auch als faszinierender „Ort zum Nachdenken, Studieren und Forschen“ dienen würden.

 

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