Natur

Die Dolomiten – UNESCO-Welterbe, vom Laufe der Zeit geformt

Das versteinerte Leben

 

„Bei genauer Überlegung klingt die Vorstellung, eine Zeitmaschine zur Verfügung zu haben, mit der man einige hundert Millionen Jahre zurück reisen könnte, sehr verlockend. Die Zeitreisenden würden von den Dolomiten auf den Grund des antiken Ozeans Tethys, der zwischen Nordafrika, Europa und Asien lag, katapultiert werden oder, würde man noch weiter zurückgehen, würden sie sich in einer von Dinosauriern dominierten Welt wiederfinden. Die lange Geschichte, die uns die Dolomiten „erzählen“ macht die Gegend noch interessanter und schöner..., glaubt ihr nicht auch?“ (Andrea Irsara)

 
Im Jahr 2009 wurden die Dolomiten in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO aufgenommen, nicht nur wegen der einzigartigen Natur, sondern auch weil sie die Entwicklung der Erde über Millionen von Jahren hinweg dokumentieren. In der Tat „erzählen“ uns die verschiedenen Gesteinsschichten und -typologien die lange Geschichte der geologischen Entwicklung sowie jener der Lebewesen auf der Erde, die vor mehr als 250 Millionen Jahren begonnen hat. Die Geschichte ist im Gestein selbst verborgen, denn diese Berge bestehen aus Fossilien, das sind Lebewesen, die in einem Millionen von Jahren andauernden Prozess zu Fels geworden sind. Das Leben ist also langsam zu Stein geworden.

 

Um zu verstehen, wie im Verlauf von einigen hundert Millionen Jahren die Berge und Ozeane entstanden sind, muss man zuerst wissen, dass die Erdkruste aus vielen Kontinentalplatten besteht, die sich kontinuierlich bewegen: Driften diese Platten auseinander, bilden sich neue Ozeane, wenn sie sich aber übereinander schieben und falten, entstehen Berge.

Vor 260 Millionen Jahren bildeten noch alle Kontinente eine einzige zusammenhängende Landmasse, genannt Pangäa, die vom weltumspannenden Ozean Panthalassa umgeben war. Das Gebiet, in dem sich heute die Dolomiten befinden, war damals von einer Sandwüste bedeckt und befand sich am Äquator. Mit der Zeit ist in dieser geografischen Zone der Boden langsam eingesunken und es entstand ein flaches Meer mit tropikalischen Temperaturen, das die ganze Region überschwemmte. Vor ungefähr 252 Millionen Jahren, gegen Ende des Permischen Zeitalters, gab es eine Reihe gewaltiger Vulkanausbrüche, die das größte Massenaussterben aller Zeiten einleiteten und das Leben auf der Erde beinahe ausgerottet hätten. Das Leben fing im Meer wieder an und erholte sich nur sehr langsam.

 

Skelette von Algen und Kalkschwämmen wurden am Meeresboden abgelagert und angesammelt, bis sich riesige Klippen bildeten, ähnlich den heutigen Korallenriffen in den tropischen Meeren. Der Schlern, die Geislergruppe und der Peitlerkofel sind Überreste dieser antiken Riffe.

 
Das Wachstum dieser Riffe wurde vor zirka 235 Millionen Jahren erneut von mächtigen Vulkanausbrüchen unterbrochen, wobei mehrere Vulkaninseln entstanden, die gemeinsam mit den Riffen, eine ähnliche Landschaft wie die der heutigen Seychellen oder der Malediven bildeten. Der Langkofel, die Sellagruppe und der Gardenazza sind die Reste dieser antiken Inselgruppe, die aus ringförmigen Riffen bestand, welche Ähnlichkeit mit Atollen aufwiesen. Aus dieser Zeit stammt auch die bekannte Fauna von St. Kassian mit ihren bestens erhaltenen Muschelfossilien, die, aufgrund der großen Formen- und Artenvielfalt, auf der ganzen Welt bekannt ist.

 

Die „Dolomiteninseln“ hatten ein tropisches Klima und waren von Land- und Meeresreptilien bewohnt, deren Reste in der eben genannten Sankt-Kassian-Formation gefunden wurden, darunter Teile des Beckens, der Wirbelsäule und des Oberschenkelknochens eines Nothosaurus.

 
Im Lauf von Millionen von Jahren füllten sich die flachen Meeresbecken mit Schutt und es entstand ein großes Watt, das von den Dinosauriern durchquert wurde. In dieser Epoche bildete sich der Hauptdolomit, woraus die Drei Zinnen von Lavaredo, die Basis des Kreuzkofels, des Conturines und der Lavarella bestehen.

 

Im mittleren Jura, vor ungefähr 175 Millionen Jahren, sank das ganze Dolomitengebiet, dessen Gestein zum Teil aus Ablagerungen besteht und zum Teil vulkanischen Ursprungs ist, mehrere hundert Meter in die Tiefe und wurde zum Grund eines unergründlichen Ozeans. Auf diesem Boden lagerten sich Meeressedimente ab, woraus sich das heutige rötliche Gestein Ammonitico Rosso entwickelte, dessen Namen auf die zahlreichen Ammoniten, die es enthält, zurückgeführt werden kann. Faszinierend ist, dass alle felsigen Berge, die für uns heute von atemberaubender, unvergleichbarer Schönheit sind, vor langer Zeit den Grund des antiken Ozeans Tethys bildeten. Hier endete die sogenannte lithogenetische Phase, in der die Gesteinsbildung stattfand, und es begann der orogenetische Prozess, in dem die Gebirgsketten entstanden.

 
Aus diesem Meeresboden, der aus besonders vielen Schichten bestand, bildeten sich die Dolomiten, die in der Kreidezeit, vor ungefähr 100 Millionen Jahren, anfingen sich zu „erheben“, und zwar aufgrund der Kollision zwischen der Afrikanischen und Eurasischen Kontinentalplatte. Durch den enormen Druck zwischen den zwei Platten haben sich Falten aufgewölbt, die heute als Alpen bekannt sind. Dieser Prozess der Gebirgsbildung hält heute immer noch an.

 

Die Naturparks

 

„Wir sollten uns überzeugen, dass unsere Nachfahren, vor allem dort wo die Natur noch intakt ist, sicher dankbarer sind für etwas, das hätte gebaut werden sollen aber dann doch nicht realisiert wurde, als für etwas das effektiv errichtet wurde.“ (S.O.S. Gherdëina '95)

 

Ab den Fünfziger Jahren des 20. Jahrhunderts löste der enorme wirtschaftliche Aufschwung in den ladinischen Tälern der Dolomiten eine unaufhaltsame Investitionslust aus, die zu einer zügellosen Erweiterung bzw. Errichtung von Aufstiegsanlagen und Skipisten führte und somit einschneidende Veränderungen in den kleinen Bergdörfern und in der umliegenden Landschaft mit sich brachte. Um die negativen Auswirkungen dieser touristischen Monokultur einzuschränken, wurden in diesen Jahren verschiedene Umweltbewegungen gegründet, die sich für die Sensibilisierung der Bevölkerung einsetzten, insbesondere der Unternehmer und potenziellen Investoren. Sie versuchten ihnen eine kritische Meinung anzueignen und ihnen das Ziel einer nachhaltigen Entwicklung näher zu bringen. Auch wenn die Umweltorganisationen die negativen Konsequenzen des Massentourismus nicht gänzlich verhindern konnten, so haben sie es doch geschafft, dass ihre Ideen und ihre Wertschätzung der Natur nach und nach in das Programm verschiedener politischer Parteien, nicht nur der Grünen, aufgenommen wurden. Die Errichtung der Naturparks vonseiten der Provinzen und Regionen war ein erster wichtiger Schritt in Richtung Schutz und Bewahrung des natürlichen Erbguts der Dolomiten.


In den „zentralen“ Dolomiten gibt es drei Naturparks, die für die Unversehrtheit der Landschaft sorgen: Der Naturpark Puez-Geisler, der 1970 gegründet und 1978 erweitert wurde, gefolgt vom Naturpark Fanes-Sennes-Prags, der 1980 errichtet wurde, und vom Naturpark Ampezzaner Dolomiten, der seit 1990 besteht.

Der Naturpark Puez-Geisler erstreckt sich über eine Fläche von 10.196 Hektar und umfasst teils die Gemeinden Abtei, Corvara und St. Martin in Thurn im Gadertal, die Gemeinden St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein in Gröden sowie Villnöss. Das geschützte Gebiet ist im Norden vom Würzjoch und von den Hängen der Aferer Geisler begrenzt; im Süden vom Sassongher, vom Sas Ciampac und den Cirspitzen, die das Grödner Joch überragen; im Osten reicht der Park bis zum Antersasc Tal und zum Fuß des Gardenazza; im Westen bis zum Villnöss- und zum Langental, ein Seitental des Grödnertals. Die geologischen Besonderheiten, wie Amphitheater, Höhlen, natürliche Bögen, Felszinnen und bizarre Erosionsformen sind Erscheinungen von rarer Schönheit und bilden einen der interessantesten Aspekte des Naturschutzgebietes, das außerdem mit einer typischen Flora und Fauna der Dolomiten gekennzeichnet ist. Vor allem in den weniger besuchten Gebieten, wie Antersasc, kommt es häufig vor, dass man Gämsen und Murmeltiere antrifft und mit ein bisschen Glück sieht man sogar den Königsadler. Auf dem gut ausgeschilderten Wegenetz, welches das Gebiet durchläuft, kann das gesamte Naturschutzgebiet erkundet werden. Einer dieser Wege ist der berühmte Höhenweg der Dolomiten Nr. 2, der den Park von Norden nach Süden durchquert, aber auch der Günther-Messner-Steig (Klettersteig) hinterlässt atemberaubende Eindrücke. Dieser Klettersteig ist nach dem berühmten Alpinisten aus dem Villnösstal benannt, dem jüngeren Bruder von Reinhold Messner, der im Jahr 1970 nicht mehr von ihrer gemeinsamen Expedition auf den Nanga Parbat zurückgekehrt ist.

 

Der Naturpark Fanes-Sennes-Prags ist, mit seinen 25.680 Hektar Fläche, einer der größten und wahrscheinlich eindrucksvollsten Gebiete Südtirols. Er erstreckt sich von den Hängen der Olanger Dolomiten im Norden bis zum Höhlensteintal im Osten. Richtung Westen reicht er bis zum Gebirgskamm zwischen Peres- und Conturinesspitze im Gadertal und die Grenzlinie im Süden befindet sich zwischen den Flüssen Rienz und Boite. Am Anfang war die Errichtung des Naturparks ein sehr umstrittenes Thema gewesen. Naturschützer waren dafür, aber gleichzeitig gab es einige Gegner, die im Naturpark ein Hindernis für die Entwicklung des Tourismus sahen. Trotz der anfänglichen Bedenken wurde bald klar, dass der Schutz dieses Gebietes eine wichtige Bereicherung für alle ist.
Die Almen Fanes, Fodara Vedla und Senes liegen im zentralen Teil des Naturparks, der teilweise die angrenzenden Gemeinden Enneberg, Prags, Olang, Wengen und Abtei umfasst.

Die einzigartige Landschaft des Naturschutzgebiets verdient einen Besuch: Nicht nur wegen der interessanten geologischen Strukturen und der charakteristischen Flora und Fauna, sondern auch aufgrund der anmutenden Panoramen. Eindrucksvoll ist der Grünsee auf der Fanes-Alm, in dessen dunkler Wasseroberfläche sich das ihn umgebende Amphitheater aus Kalk spiegelt oder die dichten, regelmäßigen Stufen des legendären „Parlaments der Murmeltiere“. Außerdem umfasst der Naturpark unzählige Gipfel, die zu den schönsten der Welt zählen und die reichlich Anregungen für Wanderliebhaber liefern. Weiter bietet er Weiden und Wiesen, die leicht erreichbar sind, wie die bezaubernden Armentara-Wiesen mit ihrer reichen Vielfalt an Pflanzen und Blumen.
Der Park ist mit einem dichten Netz von gut gekennzeichneten Wanderwegen und mit einigen strategisch positionierten Hütten versehen. Auf diese Weise können die Wanderer und Ausflügler problemlos und angenehm die Schönheit der einzigartigen Naturlandschaft genießen. Durch den Park führt auch der Höhenweg der Dolomiten Nr. 1, auch bekannt als „der klassische Weg“, weil er der erste Pfad war, der begangen wurde.

 
Der Naturpark der Ampezzaner Dolomiten wurde von der Region Venetien errichtet, welche die Comunanza delle Regole d'Ampezzo mit der Verwaltung des Naturparks beauftragt haben. Diese aus der Zeit der keltischen und römischen Besiedlung stammende Einrichtung, war ein Konsortium alteingesessener Familien, das die gemeinschaftliche Nutzung der Weiden und Wälder gewährleisten sollte und sich stets um Landschaftspflege und -schutz gekümmert hat. Das Naturschutzgebiet erstreckt sich keilförmig, mit zwei seitlichen Verzweigungen, über eine Fläche von 11.200 Hektar, nördlich der Ortschaft Cortina d'Ampezzo, nahe der Grenze zwischen Südtirol und Venetien. Im Norden grenzt es an den Naturpark Fanes-Sennes-Prags, mit dem gemeinsam es ein 37.000 Hektar großes Naturschutzgebiet bildet, das sich durch ähnliche landschaftliche Gegebenheiten auszeichnet.

 

Die Dolomiten – UNESCO-Weltnaturerbe

Eine einzigartige Landschaft zwischen Natur, Kultur und Tradition

 

Am 26. Juni 2009 wurden die Dolomiten in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen! Die Nachricht hat sich innerhalb kurzer Zeit in der ganzen Welt verbreitet und hat nicht nur die Schönheit und Einzigartigkeit der Landschaft, sondern auch ihre lange verkannte geologische und geomorphologische Bedeutung bekannt gemacht.

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts und Anfang des 20. waren Wissenschaftler, Geografen, Geologen, Alpinisten und Adlige die einzigen Besucher der Dolomitenregion. Sie genossen nicht nur die Landschaft, welche heute „zu den schönsten Berglandschaften der Welt“ gehört, sondern betrieben auch wissenschaftliche Forschung. Einige Studien aus dieser Zeit sind noch heute von großer Bedeutung für die Aufwertung dieser Berge, die wir alle bestaunen.

 

In der Zwischenzeit sind die Dolomiten zu einem sehr beliebten Reiseziel geworden. Dazu beigetragen hat auch die Aufnahme von neun Dolomitengebieten in die Liste des Weltnaturerbes der UNESCO. Diese Gebiete sind nicht direkt aneinander angrenzend, werden aber als eine einzige, einheitliche Gegend angesehen. Wer es nicht wissen sollte: Die Liste der UNESCO enthält Orte auf der ganzen Welt, die sich durch Einzigartigkeit auszeichnen. Diese Naturschönheiten haben etwas Mystisches an sich, das die Fantasie anregt, und sie als Reiseziel so interessant macht.

Man darf nicht den Einsatz vergessen, der geleistet wurde, um diese Anerkennung von Seiten der UNESCO zu erhalten. Dieser Einsatz hat sich über mehrere Jahre hinweg verteilt und wurde von den Verwaltungsstrukturen der jeweiligen Provinzen unterstützt – die Provinz Belluno in der Region Venetien, die Provinzen Pordenone und Udine in der autonomen Region Friaul-Julisch Venetien und die autonomen Provinzen Bozen und Trient. Weiter leisteten Experten und Wissenschaftler aus dem Bereich der Geologie und Landschaftsforschung ihren Beitrag.

 

Dass die Dolomiten in der Liste des Weltnaturerbes aufscheinen, ist eine außerordentliche Anerkennung, die aber auch mehr Verantwortung und Arbeit bedeutet, denn die prächtige Alpenregion muss geschützt und nachhaltig entwickelt werden.

 

Diese bedeutende Anerkennung sollte auch dazu beitragen, dass sich Tourismus und Wirtschaft in einem einigermaßen ausgeglichenen, gemäßigten Rhythmus entwickeln. Die örtliche Verwaltung gibt ihr Bestes, um dieses „Weltnaturerbe“ zu schützen, aufzuwerten und zu fördern, gemäß der Werte, aufgrund derer es in die Liste aufgenommen wurde. Dieser Einsatz ist eine Voraussetzung dafür, dass die Anerkennung auf lange Sicht erhalten bleibt.

Ein gleichermaßen erstrebenswertes Ergebnis der UNESCO-Anerkennung wäre, wenn ein Qualitätssprung im Tourismus eingeleitet werden würde, das heißt wenn die Dolomiten nicht mehr nur als Ort der Erholung und des Vergnügens, sondern auch als faszinierender „Ort zum Nachdenken, Studieren und Forschen“ dienen würden.

 

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FAQ – Fragen & Antworten

Die Dolomiten, auch bekannt als die „Bleichen Berge“, sind eine spektakuläre Gebirgskette in den nördlichen italienischen Alpen. Sie erstrecken sich über die Regionen Trentino-Südtirol, Venetien und Friaul-Julisch Venetien und umfassen insbesondere die Provinzen Belluno, Bozen, Trient, Udine und Pordenone.

Weltweit bekannt für ihre imposanten Gipfel, das charakteristische helle Dolomitgestein und ihre atemberaubenden Landschaften, bieten die Dolomiten zu jeder Jahreszeit einzigartige Eindrücke – besonders bei Sonnenuntergang, wenn die Berge in Rosa- und Orangetöne getaucht werden.

Als UNESCO-Weltnaturerbe gelten die Dolomiten als wahres Paradies für Naturliebhaber und Outdoor-Enthusiasten: Wanderer, Skifahrer, Bergsteiger und Radfahrer finden hier eine enorme Vielfalt an Routen und Erlebnissen in einer der spektakulärsten Alpenlandschaften der Welt.

Die wichtigsten touristischen Orte der Dolomiten sind leicht von den Flughäfen Venedig und Innsbruck aus erreichbar, mit einer durchschnittlichen Fahrzeit von etwa 2,5 Stunden, je nach genauer Destination.

Alternativ ist auch die Anreise mit Zug oder Bus möglich, mit guten Verbindungen zwischen den wichtigsten Städten in Norditalien und Österreich und den Dolomitentälern.

Wir von Holimites helfen Ihnen gerne bei der Planung Ihrer Reise auf die für Sie bequemste Weise: Wir organisieren Privattransfers oder empfehlen die besten Optionen mit Taxi, Bus oder Zug, damit Sie entspannt und stressfrei ankommen und Ihren Urlaub optimal beginnen können.

Absolut ja—und oft ist es sogar eine der besten Möglichkeiten, die Dolomiten auf authentische und nachhaltige Weise zu erleben!

Die meisten Gebiete sind gut an ein effizientes Netz aus Zügen und Bussen angebunden, mit regelmäßigen Verbindungen von wichtigen Zugangsorten wie Bozen, Brixen, Bruneck und Cortina d’Ampezzo. So lassen sich Täler und Orte bequem ohne eigenes Auto erkunden.

Zudem beinhalten viele Unterkünfte den Südtirol Guest Pass, der die kostenlose Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel in der gesamten Region ermöglicht und das Reisen noch einfacher und komfortabler macht.

Und nicht vergessen: Die Dolomiten eignen sich auch perfekt für „Slow Travel“ – zu Fuß oder mit dem Fahrrad – und ermöglichen es, die Natur und Schönheit der Berge in jeder Jahreszeit intensiv zu erleben.

Die Dolomiten sind nicht nur ein Naturparadies, sondern auch eine der faszinierendsten mehrsprachigen Regionen Europas, geprägt von einer starken kulturellen Identität.

Im Herzen der Region, insbesondere in den Tälern rund um das Sellamassiv, wird noch Ladinisch gesprochen – eine alte rätoromanische Sprache alpinen Ursprungs. Es ist eine lebendige Alltagssprache in Tälern wie Gadertal (Val Badia), Gröden (Val Gardena), Fodom (Livinallongo), Fassatal (Val di Fassa) und Ampezzo, wo Traditionen und lokale Kultur tief verwurzelt sind.

Insgesamt sind die Dolomiten eine echte mehrsprachige Region: Deutsch ist die Hauptsprache in den nördlichen und nordwestlichen Gebieten, während Italienisch in den südlichen Regionen weit verbreitet ist. Dieses sprachliche Zusammenspiel spiegelt die reiche Geschichte und die besondere kulturelle Identität der Region wider.

Und ja—auch wir von Holimites sprechen Ladinisch!

Die Dolomiten sind ein ganzjähriges Reiseziel, und die beste Reisezeit hängt vor allem davon ab, welches Erlebnis man sucht.

Der Sommer und Frühherbst (von Juni bis Oktober) sind ideal zum Wandern, Trekking, Radfahren, Klettern und um lange Tage mit klarem Himmel und atemberaubenden Panoramablicken auf die Gipfel zu genießen. Es ist die perfekte Jahreszeit, um Wanderwege, Berghütten und alpine Landschaften in ihrer schönsten Form zu entdecken.

Der Winter (von Dezember bis März) verwandelt die Dolomiten in ein wahres Schneeparadies, ideal für Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern und entspannte Aufenthalte in gemütlichen Berghütten, eingebettet in eine magische und ruhige Atmosphäre.

Jede Jahreszeit bietet völlig unterschiedliche Landschaften, Emotionen und Aktivitäten und macht die Dolomiten zu einem einzigartigen Reiseziel das ganze Jahr über, das sich leicht an die Interessen jedes Reisenden anpassen lässt.